Archiv für die Kategorie 'Wie lernen Hunde?'

Aug 13 2013

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Hovis bei Bart Ballon

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Am letzten WE ging in Wagenfeld beim DVG Stemweder Berg  das lang geplante Seminar mit einem der bekanntesten Hundetrainer und -führer im Gebrauchshundebereich über die Bühne -  Bart Ballon.

Ich hatte schon einiges gehört und im Internet gesehen. Aber Internet und “man hat was gehört”ersetzt doch nicht den Live-Act. Das stellten auch die weiteren Hovi-Teilnehmer Mirko (Nanouk), Annemie (Leon) und Claudie (Henry) fest. 

Das Seminar bot zunächst einiges an Theorie. An zahlreichen Beispielen und Rollenspielen! mit den TeilnehmerInnen demonstrierte Bart Ballon die Grundlinien seines Trainings.  Diese Rollenspielchen hatten es durchaus insich, insbesondere wenn der Spielpartner “blind” war, was ich dann feststellen mußte. Klar, dass das Publikum am Rand bestens weiß, wann man wo zu agieren hat….

Dazu gehört die Beherzigung gewisser Lerngesetze  (siehe auch Andreas “Burli” Preckel)kombiniert mit einer Unzahl an Trainingstechniken, teils “uralte”, scheinbar der Klamottenkiste entsprungen aber gekonnt modern eingesetzt.

Einzelne TeilnehmerInnen hatten sodann die Möglichkeit, sich mit ihrem Hund vorzustellen und kleinere oder größere Problemchen zu zeigen oder den nächsten Schritt in der Ausbildung anzugehen.

Einer der “Mutigen” war Mirko  (den meist so gar keine Aufregungen plagen), während ich bei mir so dachte, was Bart zu so einem Exoten, die wir Hovis dann immer sind, wohl sagen mag. Nun, Mirko mußte 2 Teilnehmer lang warten, und dass tat Nanouk denn auch, ziemlich gelassen.

Ah, immerhin kannte Bart die Rasse und findet sie nicht eben leicht auszubilden und wollte nun sehen, was “dieser ziemlich ruhige Hund” wohl zeigen mochte. In der Fußarbeit zeigte Nanouk eine ansprechende Motivation, Aufmerksamkeit und Temperament.  Die anschließenden Tips zur weiteren Arbeit konnte Mirko noch an Ort und Stelle umsetzen und zwar so präzise, dass 1. Nanouk erstaunlich gut darauf einstieg und Mirko große Anerkennung für sein Handling erntete.

Immerhin sahen wir aber auch eine Dobi-Hündin, Rottweiler, RS, Herder und Schäferhunde neben den allseits präsenten Malis.

Tag 2 rekapitulierte zunächst das Gehörte und Bart zeigte dann weitere Techniken und Handwerkszeuge zur Hundeausbildung.

Was habe ich u.a. mitgenommen (gut, das wir uns auch Noitzen zur praktischen Anwendung machten?)

Ein wesentlicher Aspekt der heutigen Hundehaltung ist sicherlich, das wir bemüht sind, Beeinträchtigungen jeglicher Art fern zu halten. Das führt dann eben dazu, dass viele Hunde mit Schwierigkeiten/Unannehmlichkeiten kaum noch aktiv umgehen können.  Schließlich haben es Hunde heutzutage nicht leicht. Am schönsten Spielzeug, der besten Verpflegung, optimaler Gesundheitsvorsorge fehlt es kaum noch. Aber mal vorwitzig sein? so wie es Hundeart eigentlich ist? Eher nicht, der stromlinienförmig sich anpassende Hund ist gewünscht… Man scheint dies auch ganz offiziell wahr zu nehmen, denn im offiziellen Organ des VDH, “Unserem Rassehund”, ist aktuell ein Beitrag dazu zu finden. Vielleicht rühren daher auch die vielen Hundeneurosen, denen sich inzwischen zahllose Hundepsychologen, -trainer,-schulen landauf, landab, annehmen???

Hunde “PoPO”  und “nepopo” auszubilden, das wäre der gekonnte Weg heute nicht nur für Sporthunde.  Das “Werkzeug”, die “Tricks” sind groß von Zahl, aber man muss es ja mal gesehen haben, um eine Ahnung davon zu bekommen, welche Möglichkeiten man haben könnte…

Resümee: Teilnahme sehr empfohlen. Hinweis: gelegentlich gehts “back to the roots”, was “alte” Hasen dann durchaus wundert. Gehabte Teilnahme bei anderen bekannten Trainern sollten kein Hindernis sein.

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Nov 22 2012

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Burli K-9, der Trainer

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Ein Hinweis in Sachen Kenntniserwerb und Ausbildung:

Der Seminar-Kalender von Andreas Preckel füllt sich so langsam!

Also: anmelden, mitmachen, mitlernen! Lernen macht Spaß!

Burli K-9  DOGS Tactic  More

Übrigens! : Neulinge, in der Hundehaltung ist es ratsam, sich bei beizeiten um Bildung, die praktisch nutzbar ist, zu kümmern. Auf dieser Page mahnend aufgezeigt ist die Betätigung im Hundesport. Auch der Gesetzgeber, hier der von Niedersachsen, nimmt HundehalterInnen ab 01.07.2011 in die Pflicht.  ALT-HundehalterInnen sollten sich aus gegebenen Anlässen auch mit Erkenntniszugewinnen beschäftigen! Das machts für alle leichter!

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Sep 13 2012

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Andreas Preckel “Burli”, hat nun eine HP!

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Andreas hat sich entschlossen, am weltweiten Netz teilzunehmen.  Hier der Link: http://www.burli-k9.de/

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Jul 18 2012

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Angeljagen!

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Ein schönes Vergnügen für viele Hunde dürfte das “Angeljagen” mit der fachtechnisch richtigen Bezeichnung “Reizangel” sein. Tine Tiemann hat mich auf “den Geschmack” gebracht.

Wer das Stichwort im Internet eingibt, findet einige Hinweise und Anleitungen dazu (http://www.petnews.de/downloadcenter-kataloge-prospekte-heimtierbedarf/doc_view/285-reizangeltraining ).

Aber nicht nur Jagdhunden schadet eine Förderung der Jagdmotivation nicht, auch unsere Hovawarte benötigen hier eine Förderung und Schulung, um sich ausleben zu können.

Die Fortgeschrittenen unter den Klicker-Unterordnungsfreunden können dann die gesteigerte Arbeitsfreude nutzen, um unsere diversen Hörzeichen zu festigen. In Varianten Sitz-Platz-Steh-Aus usw. zu fordern, abzuklicken und jagen zu lassen ist ein tolles Training!

NUR: zuvor sollte sachte antrainiert werden, nicht gleich ins Volle gehen und den Hund viele Haken schlagen lassen.  Auch sollte sichergestellt sein, dass der Hund gesund ist und keine Probleme mit Gelenken, Muskeln und Sehnen hat.

Aber dann: viel Spaß!

 

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Jun 29 2012

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Andreas Preckel zum 3. Mal in Wagenfeld

Einen “Fuß in der Tür” haben wir Wagenfelder im Terminkalender von Andreas “Burli” Preckel”.

Das 3. Seminar am letzten JuniWE sollte nur aus Praxis mit theoretischer Kommentierung an Ort und Stelle bestehen. 3 Herder, 3 Mallis, 2 Rottis, 1 Dogge, 2 Welpen und mehrere Hovawarte vertieften den Ausbildungsstand in Unterordnung und Schutzdienstarbeit.

Dabei gab es von Burli “sogar” Lob, wenn der Übungsaufbau bisher gut trainiert worden ist.  Dabei entgeht Burli aber auch nicht die klitzekleinste Fehlarbeit. “Hast Du bei dieser Übung (zu früh) Zwänge angewendet?”, es gab keine Chance, das zu verneinen. Ob “Voraus” neu aufgebaut wurde (Carat, Clint und Louis), ob “aus”lassen und “nein” u.a. bei dem 10 Monate altem Brutus, ob korrekte Fuß (statt so ner Art Fuß, womöglich zwei verschiedener Sorten Fuß, es gibt ja auch so ne Art von Platz…), rechte linke Winkel, Sitz, Platz, Steh, und Bringübungen in diversen Varianten vom Anfängerhund bis zum fertigen IPOdreier Hund, jeder Ausbildungsstand war zu beobachten, die Erfolge richtigen Arbeitens deutlich sichtbar.

Ganz wichtig waren natürlich die Schutzdienstdurchgänge mit unseren Helfern, wo Burli nur im Bedarfsfall eingriff. Wie immer fazinierend, wie Hunde auf exakte, minimalistische Arbeit reagieren.

Herzlichen Dank, Burli, für Deine engagierte, hochkompetente Seminararbeit.

PS. der Spaß und Humor kam wie immer nie zu kurz.

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Jun 28 2012

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Der Familienhund und die hundliche Intelligenz

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Mit jedem Wurf im Haus muss sich ein Züchter/ZüchterIn mit einem besonderen Wunsch der Welpeninteressenten befassen: dem nach einem Familienhund.

Bevor ich darauf zurückkomme, was ein Familienhund denn sein könnte, möchte ich aber einen recht seltsamen Vergleich anstellen:

Mit vielen Hunderassen, eigentlich den allermeisten, verhält es sich so wie mit den aussterbenden Nutztierrassen. Die in Jahrhunderten entstandenen Nutztierrassen sterben aus, wenn sie nicht gegessen werden. Die genetische Vielfalt verarmt.

Die Vielfalt unserer Hunderassen stirbt am Wunsch nach einem Familienhund.

Auch wenn es schon x-fach irgendwo zu lesen steht und die Geschichte der sogenannten Familienhunde sehr einleuchtend in der Zeitschrift Wuff vom Juni 2012 beschrieben wird (diese Lektüre lege ich Ihnen eindrücklich ans Herz), so bleibt doch die Frage, was möchten Sie kaufen, nur die schöne Jacke eines Hundes oder darf es auch der Inhalt sein! Oder ist der Inhalt gezwungen, sich nach der diffusen Vorstellung von einem Familienhundes zurechtbiegen zu lassen?!

Dazu ein passendes Zitat von Bertold Brecht, es wurde von Claudia beigesteuert:

“Was tun Sie” wurde Herr K. gefragt, “wenn Sie einen Menschen lieben?”

“Ich mache einen Entwurf von ihm” sagte Herr K. “und sorge, dass er ihm ähnlich wird.”

“Wer? Der Entwurf?”

“Nein” sagte Herr K., “der Mensch”.

Der Inhalt macht letztlich den Hund aus – sollte man meinen. Viele Hunde sind schön – unsere Hovawarte auch – aber erstmal stand die vermeintliche Schönheit nicht an 1. Stelle in der Zucht! Jedermensch redet heute davon, wie verzüchtet die Rassen doch seien. Und, was tut Jedermensch dazu??? Kauft sich – nur die Schönheit!!! Zahlreiche hier bekannter Rassen wie Schlittenhunde, Hütehunde aus Australien oder England, Herdenschutzhunde aus Russland, der Türkei, Hohen Tatra oder Pyrenäen und natürlich der Jagdhunderassen werden hier gehalten. Weil sie häufig sehr schöne Hunde sind. Und natürlich soll der Hund nicht unbequem sein, lästig gar in seinen “Ansprüchen”. Aber, sehr geehrter Interessent, wenn wir unsere Hunde nach unserer Bequemlichkeit zurechtbiegen wie Herr K., wenn unseren Hunden die Motivationen zum Tun abgezüchtet werden, dann bekommen wir dumme, phlegmatische Hunde. Wer will das denn!!!

Und das heißt ganz klar: Liebe Besitzer, künftige und aktuelle, nehmt zur Kenntnis, der Hovi ist ein Arbeitshund. Punkt.

Was können Sie tun. Nun, Sie sollten Ihrem Hund im 1. Lebensjahr das LERNEN lehren. Das ist eigentlich nicht so schwierig und auch nicht zeitaufwändiger als die täglichen Gassigänge. Sie benötigen eine klare Kommunikation zum Hund – die vielzitierte Konsequenz im Handeln ist ein Aspekt davon. Sie sollten sich damit auseinandersetzen, wie Hunde lernen – und zwar ausnahmslos alle Hunde.

Inzwischen ist sehr gute Literatur auf dem Markt und es gibt Ausbilder, die den Ansatz stressfreien Lernens in Theorie und Praxis hervorragend vermitteln. Dazu ist Ihrerseits nur wenig nötig: Anmelden und teilnehmen.

Dann gilt es zu ergründen, welche Ersatzarbeit wir unserem Welpen für sein Leben bieten wollen. Haus-und Hofwächter ist in diesen Zeiten ein aussterbendes Gewerbe. Gewiss, zahlreiche Vereine bieten verschiedenste Sparten des Hunde “Sports” an. (Ich bevorzuge nach wie vor die Vielseitigkeitsausbildung, Anmerkungen dazu finden sie an etlichen Stellen dieser Homepage). Ich weiß auch, dass nicht jeder Verein geeignet ist, Sie kompetent zu unterweisen. Aber dafür haben Sie mich, sofern Sie sich für einen Welpen meiner Zucht entscheiden. Dafür möchte ich Sie sehr gern sensibilisieren. so wie ich  schon einige Male auch “Alt”hundefreunde den Blick dafür weiten konnte, um wieviel spannender und entspannter! die Welt wird, wenn man sich in die Welt des Lernens führen läßt! Nichts, NICHTS ersetzt oder fördert das Verständnis mehr als gezieltes Training mit dem Vierbeiner. Ich behaupte gern, dass den “nur” Hundehaltern mindestens 50 Prozent an der Freude am Hund entgeht.

In der Neuen Osnabrücker Zeitung von heute findet sich ein Artikel zur Intelligenz der Tiere. Wie man dem sehr anempfohlenen Buch von Mark Rowlands sowie Elisabeth Beck und anderen entnehmen kann, unterschätzen wir Menschen die tierische Intelligenz nur zu gern, vermutlich weil wir als vermeintliche Krone der Schöpfung anderen solche Fähigkeiten nicht zubilligen mögen. Hunde, Primaten, Delphine, sie verfügen alle über enorme Fähigkeiten, zu lernen. Hunde im speziellen fühlen sich eng in uns Menschen ein, haben enorme Beobachtungsfähigkeiten, sind imstande, Handzeichen der Menschen ohne weitere Unterweisung zu lernen. So. Und womit “speisen” wir sie oft genug ab??? Mit ödem Spazierengehen, langweilig an der Leine her (weils ja vorgeschrieben ist).

Tun Sie sich und ihrem Hund das nicht an! Sorgen SIE dafür, dass es dem Hovi und allen anderen Hunderassen nicht geht wie schon so manchem Nutztier: welche aussterben, weil sie niemand mehr ißt. Hunde brauchen Käufer, damit die Fähigkeiten der Rassen erhalten bleiben. Wider dem verarmten Familienhund!

Die Rasse Hovawart wird es danken. Die Züchter werden Sie dankbar aufnehmen.

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Jun 14 2012

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UO im Quadrat

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ein markiertes Quadrat, ein bequemer Sitz – viel mehr braucht es Anfangs nicht

  Das schaut doch fast gemütlich aus… und ist doch eine prima Möglichkeit, die UO schön aufzubauen.

Ein Grundproblem recht vieler HundeführerInnen ist es nämlich, dass sie gern lange Strecken laufen. Vorläufig genügt  jedoch “der Platz einer Briefmarke” um die 1. Vorübungen zu lernen. Auch zu Hause ist dafür genügend Platz.
 
Mit Phantasie kann man die verschiedenen Elemente abwechslungsreich gestalten. Ein Leine ist nicht unbedingt nötig. Voraussetzung: der Hund hat gelernt, ein “Klick” bedeutet Belohnung (Futter, Beutespiel oder Bewegung/Sozialkontakt) und “löst auf”, d.h. er darf sich frei bewegen. Auch das Abruchsignal zu beherrschen erleichtert die Ausbildung erheblich.
Zwei Dinge sind immer zu beachten: niemals ein Lob durch Futter/Beute, wenn eine Korrektur nötig ist und immer Belohnung, falls geklickt wurde, auch versehentlich!
 
Den kleinteiligen Aufbau verschiedener Übungen zu beschreiben sprengt diesen Blograhmen.
Allein die Übung “hier” kann in von mir noch nicht durchgezählten Spielarten aufgebaut und trainiert werden. Die Übung “Fuß” ebenfalls, nimmt man noch die externe Belohnung mittels Futter/Beute oder einen Übungspartner hinzu.
Komplexe Übungen wie das Bringen fängt man mit dem Abschluß an, also dem Vorsitz. Ich habe mal durchgezählt: das Bringen kennt mindestens 11 Einzelsegmente, die alle für sich geübt sein sollten:
bei Fuß/ anschauen/ Werfen des Holzes/ Abfrage des Hundes – Konzentrationsphase/ losspringen/ aufnehmen/ Rücklauf/Vorsitz/Halten des Holzes/ Konzentrationsphase/bei Fuß kommen.
Es macht also keinen Sinn, dem Hund das Bringen als Einheit zu lehren, sondern späterhin alle Puzzelteile zusammen zu setzen.
 

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Jun 05 2012

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Burli zum 4.

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Am letzten WE fand ein Seminar über die Ausbildung von Hunden mit dem Titel: “Lernverhalten der Caniden” in Theorie und Praxis auf dem Hovi-Platz in Gummersbach statt.

In bewährter Weise wurde zunächst an beiden Tagen zunächst in den Lernstoff mittels Powerpointpräsentation, zahlreichen Filmbeispielen und dem nicht geringen Talent Burlis, Fallbeispiele durch Trockenvorführung anschaulich darzustellen, eingeführt. Zahlreiche Heiterkeitsbekundigen “quittierten” das und etliche Nachfragen zeugten von der lebhaften Anteilnahme am Vortrag.

Aber grau ist bekanntlich alle Theorie bzw. entschwunden, wenn man auf dem Platz steht! Daher war ich gespannt, wie sich die Arbeit auf dem Platz gestalten würde.

Am 1. Tag standen die verschiedenen Übungen für die Unterordnung auf dem Programm. Aus meiner Sicht gab es kein Team, dem nicht an Ort und Stelle weitergeholfen und aufgezeigt wurde, woran zu arbeiten ist: nämlich an Aufmerksamkeit, Zuarbeit und Konzentration. Also den Grundvoraussetzungen,   damit Fuß, Sitz, Platz und Hier usw. auch wie gefordert gezeigt werden können. Warum, das Wie und welche Varianten im handling empfehlenswert sind, kamen im Detail dazu.

Nach der Theorie am 2. Tag bestand auch der Wunsch nach Schutzdienstarbeit. Es ist jedesmal wieder fazinierend, die Arbeit von Andreas anzuschauen.

Insofern wird es auch nicht langweilig, ein 5. oder mehr Seminare bei Burli zu besuchen. Im Gegenteil, es erschlossen sich neue Details, manches wurde in Erinnerung gerufen… alles in allem sehr inspirierend!

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Mrz 29 2012

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In 10 Tagen zur Begleithundprüfung!?

oder in 14 Tagen oder in 10 Unterrichtseinheiten …..

Eigentlich  ist  die  BH, die Begleithundeprüfung, die schwerste Prüfung überhaupt. Das kommt mir grade in den Sinn. Denn  es  ist  die  erste  Prüfung und man sagt ja nicht umsonst: “Aller Anfang ist schwer”

Und dann gibt es Hundetrainer, oder Hundeschul-Lehrer, die sagen einem Mensch mit Hund: “In einem Monat sind Sie soweit. Dann können Sie die BH machen”.  Wir, Momo und ich, üben dafür jetzt schon über ein Jahr. Bin ich blöd? Ist mein Hund blöd? Oder ist vielleicht die Ausbildung auf unserem Hundeplatz bescheiden? Oder sind nur die “Krauses”  (in Anlehnung an das Buch “Herrchenjahre” von Michael Frey Dodillet)  von irgendwelchen Hundeschulen das einzig Wahre? Die haben ja oft geheimnisvolle Kenntnisse mit abenteuerlichen Abkürzungen und die arbeiten da auch mit bestimmten Methoden und nach fantastischen Systemen mit vielversprechenden Namen.

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Feb 08 2012

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Ausbildung ist nicht “Sitz” allein…

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Unsere Ausbilder waren im November “auf Seminar” gewesen.  Bei Bart Bellon. Und da sie mit neuen Ideen nicht”hinter dem Berg” halten, durften wir gleich mal ausprobieren… mit den Pfoten “tatschen”.

Im Prinzip geht es um die Förderung der Kreativität und Aktivität unserer Hunde, denn allzu leicht gerät Frau/Mann in das Fahrwasser, die Erziehung nur in “NEIN”s gipfeln zu lassen. Oder wir kommandieren… und wundern uns, wenn die Ansagen nicht befolgt und womöglich mehrfach gemacht werden müssen (da haben wir dann die berüchtigten “Handlungsketten”). Leider hat dieser Umgang auch eine “Reduktion” des Hundes zur Folge. Der vermeintlich “brave” Hund ist oft nur einer, der schlicht aufgegeben hat (etwas auszuprobieren). Dabei zeigen uns doch Welpen, was Hund alles kann: mit Zähnen und Pfoten die Welt zu untersuchen…

Wie Hunde lernen, ist schon mehrfach gesagt: durch Wiederholung (um die 2.000 Mal), ohne Streß und punktgenaue Bestätigung (Klicker oder Klickerwort) und Belohnung mittels Leckerchen, Beutespiel oder Sozialkontakt.

Eine feine Sache, um die Eigenaktiviät und das “Ausprobieren” des Hundes, womit er zum Erfolg kommt, zu fördern, ist das ”setz die Pfote ein und es gibt was!”-Spiel. Unsere Hunde sollten mit nur wenigen Hinweisen/Anzeigen lernen, die Pfote auf einen Stuhl zu legen, dann gibts Klick und Lecker.

Erst wurde gezeigt und gesagt, dann nur gesagt, dann nichts dergleichen. Hund soll zeigen, was er kann. Ich habe dann zu Hause auf alles mögliche ausgeweitet: Kartons aller Arten, Eimer, Flaschen, Töpfe, Stofftiere… auch nicht so angenehme Gegenstände. Die Mädels mußten dann im weiteren Verlauf herausfinden, was ich “angetascht” haben wollte. Inzwischen setzen sie die Pfote sehr selbsttätig ein, wenn sie etwas haben möchten.

Allerdings gehts nicht nur nach dem Hundeköpfchen – gearbeitet wird, wenn ich den Klicker und die Lecker raushole. Und wenn ich das arbeiten von Hund einfordere… 

Aber es fördert eben auch die Beweglichkeit im Kopf, die Bereitschaft, aufzupassen und Gelerntes anzubieten, um das begehrte Leckerchen (oder Spielgerät) zu bekommen.

Probierts mal aus! In den “Clickerlink” finden sich schöne Beispiele zum Lernen; die “Kunststückchen” zeigen, wie die Lernfreude ausgeweitet werden kann.

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